Stochern in der Nebelsuppe: Skitour auf das Gamsfeld

Am Faschingssamstag bestiegen elf Mitglieder des Simbacher Alpenvereins mit Skiern die höchste Erhebung der Osterhorngruppe, das 2.027 m hohe Gamsfeld.

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Eingerahmt war der Tag der Unternehmung von zwei Sonnentagen. Als die Bergsteiger sich aber in Rußbach am Pass Gschütt (813 m) für den Anstieg fertig machten, lag alles unter einer stabilen Hochnebeldecke. Der Weg war anfangs durch eine Forststraße vorgegeben. Auf ihr gelangten die Skitouristen in gemütlichem Gehtempo zur Rinnbergalm (1.239 m). Man konnte nebeneinander gehen und Gespräche über Firnflanken in gleißendem Sonnenlicht führen. Über eine Querung kam man, vorbei an der Angerkaralm (1.443 m), ins gewaltige Angerkar und ab hier wurde die Tour anspruchsvoller und anstrengender.
Die redensartliche „Hand vor Augen“ war gerade noch zu sehen und die bereits vorhandene Aufstiegsspur war wegen der Vereisung nicht immer nutzbar. Mit Ortskenntnis, guter Kondition und immer positiver Moral in der Truppe konnte man sich aber dennoch nach dreieinhalb Gehstunden bis zum Gamsfeldgipfel vortasten. Der Blick ins Bergpanorama musste diesmal im Kopfkino stattfinden und auch vom Gipfelkreuz war nichts zu sehen. Ein Südsturm hatte es umgeknickt, wie man später erfuhr.

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Bei der Abfahrt war große Disziplin angesagt, es galt, beieinander zu bleiben und die Anstiegsspur nicht zu verlieren. Erst weiter unten, als die Sicht wieder etwas besser wurde, war an richtiges Skifahren zu denken. Und auch hierbei musste man das Gelände lesen, denn an den meisten Hangpartien hatte die Sonne des Vortages eine unangenehme Harschkruste entstehen lassen. Nur an den von der Sonne etwas abgewandten Seiten der Mulden konnte noch gut gesetzter Pulver angetroffen werden.

Und so war man wieder etwas auf den Geschmack gekommen und vor der Einkehr auf der Rinnbergalm wurden die Steigfelle noch einmal aufgezogen und man ging Richtung Schmalztrager bis an die Nebelgrenze heran auf Pulverschneesuche. Weil diese erfolgreich war und weil man auch schon 1.500 Höhenmeter in den Beinen hatte, war der Aufenthalt auf der ursprünglichen Alm umso angenehmer.

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Leitung: Stephan Haslinger und Christoph Mayerhofer

Teilnehmer: 9