Sonne tanken auf dem Trattberg: Skitour des DAV-Simbach in der Osterhorngruppe

Wenn leichte Plusgrade und Schmuddelgrau in Simbach einen wehmütig an die Winter in der guten alten Zeit denken lassen, wenn der Winterblues sich warmspielt, dann wird es Zeit, sich eine kleine therapeutische Auszeit zu gönnen. Dies taten zehn Mitglieder der Simbacher Alpenvereinssektion bei einer Skitour auf den 1.757 m hohen Trattberg in der Osterhorngruppe südöstlich von Salzburg.

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Über die Tauernautobahn ging es bis Golling und dann über St. Koloman bis zur Mautstelle der Trattbergstraße auf eine Höhe von 1.020 m. Normalerweise eignet sich diese Tour für die ersten Schwünge im Frühwinter, weil sie zunächst auf einer asphaltierten Straße verläuft und dann auf ideal geneigten Grasmatten weiterführt. Doch in diesem Winter sind die Schneemengen Ende Januar rekordverdächtig. Gerade einmal das obere Ende von Wegweisern und Verkehrszeichen ragte, als die Bergsteiger die ersten Schritte mit den Tourenskiern taten, aus dem Schnee heraus. Bei der Enzianhütte (1.527 m) spurten sie aus dem Wald heraus und in die Sonne hinein und die sollte sie die ganze Skitour über begleiten. Die gut 200 baumfreien Höhenmeter über den Vordertrattberg bis zum Hauptgipfel waren etwas für Genießer.

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Und oben bot sich ein großartiges Rundumpanorama.

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Man ließ den Blick schweifen vom Gosaukamm über das Plateau des Tennengebirges, den Hochkönig am Horizont bis zum alles beherrschenden Göllstock und schwärmte von bereits erfolgten und noch ausstehenden alpinistischen Heldentaten.

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Der Schnee war dann besser als erwartet. Südostseitig hatte sich bereits ein tragender Harschdeckel gebildet, der nun herrlich aufgefirnt war und zischende Schwünge zuließ, i-Tüpfelchen auf einem wohltuenden Skitourentag.

Leitung: Stephan Haslinger

Teilnehmer: 9