Bericht Kitzbüheler Alpen 23.-24. Juli 2011
Die Regenjacke, das wichtigste Kleidungsstück...Eigentlich war die Besteigung des 3.022 m hohen Larmkogels geplant. Die Schneefälle der letzten Woche und die schlechte Wettervorhersage zwangen uns, kleinere Brötchen zu backen. So entschied ich mich für eine Tour in den Kitzbüheler Alpen. Als Stützpunkt wählte ich die Neue Bamberger Hütte. Von hier aus sind einige Berge um die 2.400 m zu erreichen. Zu viert fuhren wir über Traunstein und die Inntalautobahn nach Hopfgarten, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Dicke Wolken hingen in den Bergen und Regen war vorhergesagt, trotzdem erreichten wir nach 2 Stunden zur Mittagszeit trockenen Fußes die Hütte. Nach einer kleinen Stärkung (Kaspressknödel und Weißbier) entschieden wir uns, das 2.444 m hohe Kröndlhorn zu besteigen. 2 Stunden Marsch über Almwiesen durch Nebel und einsetzenden Regen brachten uns auf den Gipfel.
Die Gipfelrast, im
Windschatten einer Kapelle,beschränkte sich auf Essensaufnahme,
Gipfelbucheintrag und Foto, zumal noch ein Abstecher auf den
2.361 m hohen Tristkopf geplant war. Als wir jedoch an der
Abzweigung angekommen waren, war der Regen so stark, dass wir
darauf verzichteten und sofort zur Hütte abstiegen.
Normalerweise wäre die Hütte wegen einer Bergmesse voll belegt
gewesen - wegen des schlechten Wetters war diese aber abgesagt
worden und wir waren die einzigen Gäste an diesem Abend. (Kein
Wunder bei diesem Sauwetter!)
Ein gemütlicher
Hüttenabend mit reichlich Essen und Trinken entschädigte uns für
die Unanehmlichkeiten des Tages. Wir dachten allerdings schon an
den nächsten Tag und planten die Besteigung von Schafsiedel
2.447 m und Salzachgeier 2.466 m. Am anderen Morgen das böse
Erwachen: Regen und Schnee bis herunter auf 2.000 m. An eine
Bergtour war nicht zu denken und so stiegen wir nach dem
Frühstück ins Tal ab und traten die Heimreise an.Andreas Lindl
Vorbereitungstouren zur Alpenüberquerung nach
Tolmezzo
Am Anfang stand das Wieserhörndl in der Osterhorngruppe bei Sonne, Regen und Hagel.
Die zweite Tour musste bereits bei der Hälfte abgebrochen werden, da Dauerregen und schlammige Bodenverhältnisse ein Weitergehen unmöglich machten.
Die dritte Tour wurde von der Osterhorngruppe kurzfristig nach Saalfelden verlegt um nach kurzer Überlegung auf die Passauer Hütte aufzusteigen. Wenigstens war hier ein trockenes Plätzchen vorhanden, während draussen ein eiskalter Wind um die Hütte pfiff.
Am Samstag danach konnte dann bei herrlichem Sonnenschein die Überschreitung von Gamsenkopf, Zwiesel und Zenokopf durchgeführt werden um dann wiederum über die Zwieselalm nach einer kurzweiligen Pause und über die Kohleralm den Abstieg nach Einsiedeln die schweisstreibende Tour zu beenden.
Eine Woche später stand dann das Seehorn auf dem Programm. Wiederum herrlichstes Wetter machten die lange und anstrengende Tour zu einem Erlebnis der Sonderklasse, vorbei am Diessbachstausee über die Hochwies konnte dann nach einer ausgiebigen Gipfelrast noch eine Einkehr auf der Kallbrunnalm mitgenommen werden.
Eine Woche später sollte noch die kleine Reibn in Berchtesgaden begangen werden. Wiederum musste improvisiert werden und es wurde das Reichenhaller Haus auf dem Hochstaufen bestiegen. Die Einkehr bei strömendem Regen und Nebel in der warmen Stube war eine gute Lösung. Somit waren die Eingehtouren abgeschlossen, aber es standen noch zwei äußerst harte Prüfungen auf dem Programm.
Die vorletzte Tour führte nun vom Ausgangspunkt Wimbachbrücke zum Watzmannhaus. Nach einer gemütlichen Einkehr folgte nun noch ein anstrengender Marsch zum Watzmann-Hocheck. Insgesamt wurden an diesem Tag 2000 Höhenmeter im Aufstieg sowie im Abstieg gemeistert - eine hervorragende Leistung aller Teilnehmer. Allerdings war von Sicht keine Spur, nur kurzfristig ein paar Sonnenstrahlen um dann endgültig nur im Nebel abzusteigen.
Ähnlich erging es dann den Tolmezzo-Gehern bei der letzten Tour auf den Rauriser Sonnblick, wobei der Anfang noch relative Sicht bot, um dann später nach Einkehr in der Neubauhüttte und vorbei an der Rojacher Hütte am Grat mit herrlicher Blockkletterei bei Nebel am Zittelhaus auf einer Höhe von 3.105 m zu nächtigen. Die Übernachtung diente dann ausschließlich der Anpassung an die Höhenluft. Sind doch bei der Tour nach Tolmezzo ein Gipfel über 3.000 Meter sowie einige annähernd der Dreitausendmetergrenze. Der Abstieg erfolgte dann am Sonntag über 2 steile Schneefelder, die allerdings zum Glück sehr weich waren, so dass der Abstieg relativ einfach war. Eine kurze Rast in der Neubauhütte beendete dann das Vorbereitungsprogramm um dann am Samstag, den 20. August nach Tolmezzo zu starten.
Hoffentlich bei besserem Wetter...
Hugo Retzer
Glocknerwallfahrt 2011
Ein
Gelöbnis aus dem 16. Jahrhundert ist der Ursprung für die größte
Wallfahrt im Land Salzburg. Sie findet jedes Jahr an den
Festtagen zu Peter und Paul am 28. Juni statt. Das Angebot des
Alpenvereins für diese Veranstaltung nahmen 9 Bergsteiger an.
Die Abreise beginnt bereits um 1 Uhr nachts. Der sternenklare
Himmel und die dazupassenden Wetterprognosen haben also einen
herrlichen Bergtag erwarten lassen. Der Abmarsch erfolgt dann um
5 Uhr am Rauriser Tauernhaus (1527m) im Seidlwinkltal. Die erste
Pause wurde an der Litzlhofalm eingelegt. Weiterhin entlang der
Seidlwinklache bis zur Abzweigung Unterer Labboden. Hier ist
dann das erste Schneefeld zu überqueren. Dann erfolgt der
Anstieg zur Fuscher Wegscheide (2407m), wiederum über
Schneefelder bis zum Hochtor der Großglockner Hochalpenstrasse,
dem höchsen Punkt der Glocknerwallfahrt. Als Zugabe wurde über
das Hochtor marschiert. Nach einer kurzen Brotzeit am Kiosk des
Hochtors fängt der Abstieg an. Vorbei am Wallackhaus geht es
nunmehr abwärts bis zum Gasthaus Kasereck. Der letzte Teil des
Abstiegs steil über Wiesen bis zur Kapelle runter nach
Heiligenblut, wo bereits in einigen Festzelten mit heimischen
Schmankerl aufgewartet wird. Die Krönung des Tages ist dann um
17 Uhr der Einmarsch von einigen Tausend Wallfahrern aus allen
Himmelsrichtungen. Angeführt von der Musikkapelle Heiligenblut
und der heimischen Geistlichkeit mit Gefolge folgt der unendlich
lange Zug der Wallfahrer. Alles in allem ein herrlicher Bergtag
mit vielen gemütlichen Rastpausen. Saisonauftakt beim Alpenverein
Zum Auftakt der Bergwandersaison trafen sich 16 Bergfreunde
der Sektion, darunter auch einige Neumitglieder,
um unter der Leitung von Andreas Lindl in den Chiemgau
zu fahren und den 1548 m hohen Klausenberg zu besteigen. Am
Wanderparkplatz in Hainbach wurden die Bergschuhe geschnürt
und die 750 m Aufstieg in Angriff genommen. Nach einer
Stunde Gehzeit auf der Forststraße, deren Kehren immer wieder
abgekürzt wurden, war der Waldgrenze erreicht. Herrliches
Wetter und zahlreiche Bergblumen am Wegesrand machten den
Weiterweg über Almwiesen zum reinen Genuss. Nach zwei Stunden
war die Klausenhütte erreicht. Wer sich hier auf eine
Erfrischung gefreut hatte, wurde enttäuscht. Die Hütte ist
stark renovierungsbedürftig und seit einiger Zeit geschlossen.
Auf den finalen Anstieg zum Gipfel war Trittsicherheit
gefragt. Alle bewältigten das Stück nach der langen
Winterpause problemlos und erreichten nach einer halben Stunde
den relativ unbekannten und wenig bestiegenen Gipfel.
Eine ausgiebige Gipfelrast bei herrlicher Fernsicht
ließen alle Mühe vergessen und die Ruhe genießen. Für den
Nachmittag waren Gewitter angesagt und aufziehende Wolken
drängten zum Abstieg. So mancher wünschte, wie die
Gleitschirmflieger von der nahegelegenen Hochries, einfach ins
Tal zu schweben. Keinem blieb der Weg ins Tal erspart und alle
erreichten wohlbehalten den Parkplatz. Auf der
Heimfahrt wurde noch in einem Biergarten eingekehrt und ein
wunderschöner Bergtag fand seinen Ausklang, wobei sich alle
einig waren. „Das war nicht der letzte in diesem Jahr“.
wn


